Am Dienstag, 16.06. fand der zweite Teil unseres BNE-Projekts mit Frau Geiger statt. Das Thema war die Herstellung einer Spitzwegerichsalbe gegen Insektenstiche.
Zum Einstieg hörten die Schülerinnen und Schüler die Geschichte von der kleinen Kräuterhexe Camomolla. Dabei erfuhren sie viel über den Spitzwegerich und seine heilende Wirkung. Anschließend bekam jedes Kind ein Spitzwegerichblatt in die Hand. Die Blätter wurden zwischen den Fingern zerdrückt, sodass der Pflanzensaft austrat. Die Kinder konnten die kühlende und beruhigende Wirkung des Saftes kennenlernen, die besonders bei Insektenstichen und kleinen Verletzungen hilfreich ist.
Danach lernten wir, den Spitzwegerich sicher zu erkennen. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren Wissenswertes über sein Aussehen und seine besonderen Merkmale. Außerdem wurde besprochen, wofür die Pflanze noch verwendet werden kann. So wird Spitzwegerich beispielsweise auch als „Indianerpflaster“ bezeichnet, da die frischen Blätter direkt auf kleine Wunden oder Stiche gelegt werden können.
Im praktischen Teil ging es anschließend an die Herstellung der Stichwegsalbe. Zunächst wurden die Blätter klein gerupft und in einen Topf gegeben. Danach wurden die zerkleinerten Blätter gemeinsam mit Öl vorsichtig erwärmt. Jedes Kind durfte einmal umrühren und dabei seine guten Wünsche mit in die Tinktur geben.
Nachdem der Spitzwegerich abgesiebt worden war, wurde Bienenwachs in das Öl eingerührt. Zum Schluss füllten wir die fertige Salbe in kleine Dosen ab.
Wie bereits beim ersten Projekttag waren die Schülerinnen und Schüler mit großer Begeisterung dabei. Sie arbeiteten konzentriert, aufmerksam und sehr sorgfältig mit. Einige Kinder waren sogar mutig genug, den Spitzwegerich zu probieren.
Es war ein spannender und lehrreicher Nachmittag, bei dem die Kinder viel über die heimische Heilpflanze Spitzwegerich und deren vielseitige Verwendungsmöglichkeiten lernen konnten.





